Programm 1. Halbjahr 2026
Sehr geehrtes Mitglied,
wir freuen uns, wenn wir im ersten Halbjahr 2026 mit den Vorträgen, der Tages- und der Viertagefahrt Ihr Interesse wecken und wir Sie bei den Veranstaltungen wieder begrüßen können.
Die nach 20 Jahren von der Mitgliederversammlung beschlossene Beitragserhöhung hilft uns, gestiegene Kosten aufzufangen, Ihnen aber weiterhin ein attraktives Angebot präsentieren zu können.
Weitere Informationen finden Sie auch unter:
www.friedbergergeschichtsverein.de www.facebook.com/geschichtsverein.friedberg
Mit freundlichen Grüßen
Lothar Kreuzer
Das Programm des 1. Halbjahrs 2026 finden Sie hier als PDF.
EXKURSIONEN
Viertagefahrt Südliches Thüringen – In die Residenzen sächsischer Kleinstaaten und den Thüringer Wald
Gotha, Oberhof / Saalfeld, Oberweißbach / Suhl, Arnstadt, Rudolstadt / Schmalkalden, Meiningen, Eußenhausen
Donnerstag – Sonntag 28.–31. Mai 2026
Donnerstag – Sonntag 27.–30. August 2026
In den Residenzen der Kleinstaaten zeigen Schlösser und Städte die kulturelle Pracht Thüringens auch jenseits von Wartburg, Erfurt oder Weimar. Museen, Kirchen und Theater bieten herausragende Schätze. Arnstadt hat die meisten originalen Schauplätze der Bach-Familie und die Barockzeit in einer Puppenausstellung zu bieten, in Rudolstadt lernte Schiller Goethe kennen, in Gotha gab es ein erstes festes Theater-Ensemble und lebte Lucas Cranach, das einst teilweise hessische Schmalkalden präsentiert den protestantischen Bund, Meiningen feiert seinen Theaterherzog und die Dampflok-Epoche. Der Suhler Bergbau machte die Stadt schon im Mittelalter zur Waffenschmiede, von der auch der Biathlon- Sport im Sportzentrum Oberhof profitiert. In Saalfeld erfahren wir bei einem geführten Gang einiges über den Abbau von Alaunschiefer und kommen in die farbenprächtige Feengrotte. Die Höhen und Tiefen des Thüringer Waldes erleben wir bei der Fahrt mit der Thüringer Bergbahn (nur im Mai).
Führung: Lothar Kreuzer, Achim Meisinger, Reinhard Schartl
Abfahrt: 7:00 Uhr Friedberg, Parkplatz hinter der Stadthalle, 7:15 Uhr Bad Nauheim, Haltestellen Söderweg und Frankfurter Straße
Unterkunft: Hotel Goldener Hirsch Suhl-Neundorf, Tel.: 03681-79590
Schriftliche Anmeldung für beide Termine bis 31. Januar 2026.
Zahlung von 510 € p.P. für Fahrt, Übernachtung mit HP, Eintritte und Führungen bis 1. März bzw. 1. Juni 2026.
Die zweite Fahrt Ende August findet nur bei ausreichender Beteiligung statt. Bis Ende Januar müssten 25 Anmeldungen vorliegen.
Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung ist dringend zu empfehlen, da bei kurzfristiger Stornierung der Teilnehmer Kosten für diese entstehen.
Vom Römerkastell Lopodunum zur Moschee im Park der kurfürstlichen Sommerresidenz Schwetzingen
Samstag, 13. Juni 2026: Tagesfahrt ins Rhein-Neckar-Dreieck
Ladenburg und Schwetzingen
Führung: Lothar Kreuzer, Achim Meisinger, Reinhard Schartl
Abfahrt: 8:00 Uhr, Friedberg Parkplatz hinter der Stadthalle, 7:45 Bad Nauheim, Haltestellen Frankfurter Straße und Söderweg
Anmeldung und Zahlung von 60 €, Nichtmitglieder 65 €, bis zum 1. Mai 2026. Die Anmeldung gilt erst nach Eingang der Zahlung.
In Ladenburg werden wir bei einer Stadtführung die römischen Ausgrabungen von Lopodunum, den Hof der Wormser Bischöfe im Lobdengau und die Infrastruktur der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt kennenlernen sowie den Wasserturm und das Wohnhaus von Carl Benz vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Schwetzinger Schlossgarten der Sommerresidenz des Pfälzer Kurfürsten Carl Theodor (1724-1799) gilt als Gartenanlage von europäischem Rang. Bedeutende Gartenarchitekten, v.a. Nicolas de Pigage und Ludwig von Sckell, schufen ab 1749 die barocke Anlage im französischen Stil, die zum Ende des 18. Jahrhunderts um einen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild erweitert wurde. Beide Führungen dauern jeweils 90 Minuten.
VORTRÄGE
Das Handbuch der hessischen Geschichte und seine Bedeutung für das Verständnis von regionalen Vergangenheiten. Zum Abschluss eines Langzeitprojektes
Donnerstag, 22. Januar 2026, 20 Uhr
Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8
Prof. Holger Th. Gräf, Prof. Alexander Jendorff (Historische Kommission für Hessen)
Das Handbuch der hessischen Geschichte wurde mit dem Erscheinen von Band 8 (Strukturen und Prozesse in der alteuropäischen Geschichte Hessens) im Herbst 2024 abgeschlossen. Damit endete ein Langzeitprojekt der Historischen Kommission für Hessen, das seit den späten 1970er Jahren von mehreren Dutzend Historikerinnen und Historikern betrieben wurde. Nach einer Zeit des längeren Stillstands konnten in den letzten zehn Jahren fünf Teilbände zu den Grundlagen und Anfängen hessischer Geschichte, zu den Rittern, Grafen, weltlichen und geistlichen Fürsten, zu den Reichsstädten sowie eben auch zu den übergeordneten Strukturen und Prozessen in der Zeit vor 1800 veröffentlicht werden. Das Handbuch selbst hat demnach eine eigene Geschichte, deren Akteure jeweils ganz eigene Fragen und Interessen an ihren Untersuchungsgegenstand herangetragen haben. Dem gilt es nachzuspüren und zu fragen, mit welchem Geschichtsverständnis die Autorinnen und Autoren hessische Geschichte erforschten und wie sie sich mit der Forschungsgeschichte auseinandersetzten. Die beiden Herausgeber der letzten drei Bände thematisieren auch, was ein modernes Geschichtshandbuch in der digitalen Schnelllebigkeit unserer Gegenwart zu leisten vermag – und was nicht.
Amerikaner in Bad Nauheim – eine Spurensuche
Donnerstag, 5. Februar 2026, 20 Uhr
Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8
Gabriele Freyer (Bad Nauheim)
Die Geschichte der Amerikaner in Bad Nauheim ist in diesem Jahr genau 175 Jahre alt. Der nachweislich erste amerikanische Kurgast machte sich bereits 1850 auf den beschwerlichen Weg von Nordamerika nach Deutschland, um in (Bad) Nauheim zu kuren. Wer machte Werbung für die Kuren in Amerika und wo stiegen die amerikanischen Gäste und Patienten ab? Welchen Einfluss hatten die beiden Weltkriege, was machte eine ganze Armee 1945 in der Kurstadt und welchen Einfluss hat die Geschichte der Amerikaner bis zum heutigen Tag für Bad Nauheim? Diesen und weiteren Fragen geht die Bad Nauheimer Gästeführerin Gabriele Freyer in ihrem Vortrag „Amerikaner in Bad Nauheim – eine Spurensuche“ auf den Grund.
„Weimarer Verhältnisse? Krise und Zerstörung der Weimarer Republik im Lichte der Gegenwart“
Dienstag, 24. Februar 2026, 18:00 (!), Aula des Burggymnasiums (!)
Friedberger Burggespräche (in Kooperation mit dem Friedberger Geschichtsverein): Prof. Eckart Conze (Marburg)
Angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen und Gefährdungen der Demokratie wird immer wieder vor "Weimarer Verhältnissen" gewarnt. In Deutschland waren nach 1945 Rückbezüge auf die Weimarer Republik und Versuche, Lehren aus dem Scheitern der ersten deutschen Demokratie zu ziehen, immer wieder ein Thema, in der Wissenschaft und der Öffentlichkeit.
Aber trägt dieser Vergleich? Hilft er uns, die Entwicklungen und Probleme der Gegenwart besser zu verstehen? Oder verstellt er den Blick auf die Ursachen und Folgen der gegenwärtigen Krise und damit auch auf mögliche Lösungen? Der Vortrag geht diesen Fragen nach und verbindet auf diese Weise Geschichte und Gegenwart.
1000 Jahre Bruchenbrücken. Geschichte und Geschichten
Donnerstag, 19. März 2026, 20 Uhr
Bibliothekszentrum Klosterbau, Augustinergasse 8
Lutz Schneider, Erhard Gröschl u.a., Janine Rabenau
Bruchenbrücken feiert 2026 sein 1000-jähriges Bestehen. Grundlage ist der Codex Eberhardi, eine von Mönch Eberhard zwischen 1150 und 1160 erstellte Urkundensammlung des Klosters Fulda. Danach findet sich die erste Erwähnung von Bruchenbrücken in einer Zusammenfassung zur Gründung des Klosters Neuenburg zwischen 1021 und 1039. Innerhalb dieser Zeitspanne ist die Ersterwähnung anzunehmen. Der Ortsvorsteher und der eigens für das Jubiläum gegründete Verein "Miteinander für Bruchenbrücken" haben sich für das Jahr 2026 entschieden. Angesichts des neu gegründeten Vereins und des hohen Engagements der Bruchenbrückener Bürger wurde von städtischer Seite entschieden, dieses zu würdigen und zu unterstützen. So entsteht unter Federführung des Stadtarchivs eine Ortschronik. Der Vortrag gibt Einblick in den Aufbau der Chronik, behandelt einzelne Teile der Ortsgeschichte und stellt die Aktivitäten des Vereins „Miteinander für Bruchenbrücken“ für das Festwochenende am 12. und 13. Juni vor.
Im Anschluss an den Vortrag findet die Mitgliederversammlung statt.