Wetterauer Geschichtsblätter 60/2011
„Warum war die Hitlerbewegung in unseren Dörfern bei freien Wahlen so erfolgreich?“ – Ranstadt, Dauernheim und Ober-Mockstadt von 1918 bis 1933
Autor: Michael Strecker
Hrsg: Lutz Schneider im Auftrag des Friedberger Geschichtsvereins
Preis: 14,80 Euro
Verlag: Verlag der Buchhandlung Bindernagel
ISBN: 978-3-87076-113-4
ISSN: 0508-6213
Inhaltsverzeichnis
- Lutz Schneider: Vorwort
- Michael Strecker: Warum war die Hitlerbewegung in unseren Dörfern bei freien Wahlen so erfolgreich? Ranstadt, Dauernheim und Ober-Mockstadt von 1918 bis 1933
- Autorenbiografie
Band vergriffen, aber online verfügbar
Die Redaktion des Spiegel-Verlags plant in ihrer Reihe „Spiegel Geschichte“ im September 2026 ein Heft (Ausgabe 5/2026) zum Alltag im Nationalsozialismus. Ein Beitrag in diesem Heft zeigt am Beispiel oberhessischer Dörfer, wie der Nationalsozialismus in der deutschen Gesellschaft Fuß fassen konnte.
Im Frühjahr dieses Jahres hatte das Nachrichtenmagazin die vom amerikanischen Nationalarchiv veröffentlichten NSDAP-Mitgliedsdateien digital aufbereitet – der Zugriff auf diese Daten war enorm. Zudem werden derzeit vermehrt Darstellungen veröffentlicht, in denen sich Autoren mit der für sie neuen Erkenntnis auseinandersetzen, dass Vorfahren in ihrer Familie aktiv an NS-Verbrechen beteiligt waren. All das zeigt: Das Interesse am Aufstieg des Nationalsozialismus ist nach wie vor hoch.
Im Zuge ihrer Recherche ist die Redaktion auf die Abhandlung von Michael Strecker in Band 60 der Wetterauer Geschichtsblätter aufmerksam geworden, in der er sich für die Dörfer Ranstadt, Dauernheim und Ober-Mockstadt für den Zeitraum von 1918 bis 1933 mit der Frage auseinandersetzt: „Warum war die Hitlerbewegung in unseren Dörfern bei freien Wahlen so erfolgreich?“
Dass seit der Veröffentlichung 2012 dieses Werk an Aktualität nichts eingebüßt hat, zeigen die zahlreichen Vorträge, die Michael Strecker hierüber in der Region gehalten hat. Zur überregionalen Verbreitung der Publikation hat nicht zuletzt die Erwähnung in dem Standardwerk „Hessen in der Weimarer Republik“ von Walter Mühlhausen aus dem Jahr 2021 beigetragen. Dort werden die Schilderungen in Band 60 der Wetterauer Geschichtsblätter als „beispielhaft für den dörflichen hessischen Raum“ bezeichnet und insbesondere auf die „detailliert geschilderte Saalschlacht im Wetterau-Dorf Ranstadt vom März 1931“ verwiesen.
Im geplanten Artikel von „Spiegel Geschichte“ wird auf diesen Band 60 der Wetterauer Geschichtsblätter Bezug genommen. Ein Verweis auf unsere Publikation dürfte allerdings weitgehend ins Leere laufen, da sie seit Jahren im Buchhandel vergriffen ist. Deshalb haben wir die Initiative ergriffen, den Band auf unserer Homepage als Datei zugänglich zu machen. Für Idee und zügige Umsetzung des Projektes ist unserem Vorstandsmitglied und Homepage-Betreuer Prof. Dr. Hutter sehr herzlich zu danken. Dem Autor Michael Strecker ist es wichtig, dass seine Abhandlung weiterhin und erneut zugänglich ist. Der Friedberger Geschichtsverein bedankt sich dafür, dass er die Publikation in digitaler Form unentgeltlich ermöglicht hat.
Friedberg, 17. Juni 2026
Lothar Kreuzer
Der Band kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.
